GAP: Gesellschaft für Analytische Philosophie e.V.

Der Wolfgang-Stegmüller-Preis

Die Gesellschaft für Analytische Philosophie vergibt einen wissenschaftlichen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses – den Wolfgang-Stegmüller-Preis. Dieser von Margret Stegmüller gestiftete Preis war bisher mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird ab 2009 mit 12.000 EUR dotiert sein. Er wird alle drei Jahre auf dem Kongress der GAP für herausragende Arbeiten auf dem Feld der Analytischen Philosophie verliehen.

In Frage kommen Arbeiten jedweden Umfangs (Sprache: deutsch oder englisch), publiziert oder nicht, deren Autor/in bei Ablauf der Vorschlagsfrist nicht älter als 40 Jahre ist, noch keine wissenschaftliche Dauerstellung innehat und deutschsprachig ist oder in einem deutschsprachigen Land tätig ist.

Vorschläge sind mit einer Begründung von maximal 1000 Wörtern, einem Curriculum Vitae der Kandidatin oder des Kandidaten und drei Exemplaren der Arbeit an die GAP zu richten (Selbstvorschläge sind ausgeschlossen).

Zuletzt wurde der Wolfgang-Stegmüller-Preis beim siebten internationalen Kongress der GAP im September 2009 in Bremen vergeben. Die dabei ausgezeichneten Arbeiten waren:

  • Person sein und Geschichten erzählen. Eine Studie über personale Autonomie und narrative Gründe
    von Tim Henning
  • Understanding Human Agency
    von Erasmus Mayr
  • The Language and Reality of Time
    von Thomas Sattig

Auf dem sechsten internationalen Kongress der GAP im September 2006 in Berlin wurden folgende Arbeiten mit dem Wolfgang-Stegmüller-Preis ausgezeichnet:

  • Die Rationalität der Moral: Eine sprachanalytische Grundlegung der Ethik
    von Oliver Hallich
  • Assessing Theories, Bayes Style
    von Franz Huber
  • Alternativen in der Raumzeit: Eine Studie zur philosophischen Anwendung multimodaler Aussagenlogiken
    von Nico Strobach

Auf dem fünften Kongress der GAP im Jahr 2003 wurden folgende Arbeiten mit dem Wolfgang-Stegmüller-Preis geehrt:

  • Das Problem des Wissens
    von Gerhard Ernst
  • Semantics and Deflationism
    von Volker Halbach
  • Anführung. Ein nicht-sprachliches Mittel der Sprache
    von Manfred Harth
  • Die gute Samariterin. Zur Struktur der Supererogation
    von Ulla Wessels

Auf dem vierten Kongress der GAP im Jahr 2000 wurden die folgenden Arbeiten mit dem Wolfgang-Stegmüller-Preis bedacht:

  • Ontology and Objectivity
    von Thomas Hofweber
  • Wörter, Dinge, Stellvertreter
    von Christian Nimtz
  • Ludwig Wittgenstein, Bemerkungen über die Grundlagen der Mathematik II, §§ 1-22 - Eine kritische Interpretation
    von Christine Redecker
  • Kombinierte Zeit- und Modallogik: Vollständigkeitsresultate für prädikatenlogische Sprachen
    von Stefan Wölfl

Die 1997 auf dem Kongress der Gesellschaft für Analytische Philosophie preisgekrönten Arbeiten waren:

  • A Pareto Principle for Possible People
    von Christoph Fehige
  • Zur Metamathematik nichtaxiomatisierbarer Theorien
    von Karl-Georg Niebergall
  • Topologische Axiomatisierung methodologischer Konzepte der Theorienentwicklung
    von Daniel Schoch

Erstmals wurde der Preis bei dem Kongress der GAP 1994 in Leipzig vergeben. Es wurden die folgenden Arbeiten ausgezeichnet:

  • Die Sätze von Gödel
    von Bernd Buldt
  • Alternative Revision Theories of Truth
    von André Chapuis
  • Ethics of Nature
    von Angelika Krebs
  • Farben und Phänomenales Wissen
    von Martine Nida-Rümelin